I have a dream: Eine schöne Ukraine

Ich glaube, dass wir kollektiv den Schock der letzten Wochen beiseite schieben, weil das Erlebte einfach zu schrecklich war. Ich hab gestern einen Bericht gelesen, der mich die halbe Nacht nicht schlafen ließ, der diesen Schock geweckt hat. Ein Filmemacher hat vergangenen Dienstag im Gewerkschaftshaus gefilmt, als das Gebäude brannte. Er erzählt, dass in einem oberen Stockwerk die Verletzten lagen. Dann kamen die Berkut, sie sperrten das Gebäude ab, sie legten Feuer und dann zogen sie sich zurück. Der Filmemacher ist eines der Opfer dieses Schocks. In seinem Bericht schämt er sich, dass er sich nicht getraut hat, durch die Flammen hindurch die Verletzten zu retten. Dafür kam er am nächsten Tag wieder und fotografierte die verkohlten Leichen. Es waren diese Bilder, die mich schockiert haben.

Die Verteidiger, die beim Sturm erschossen wurden, die hatten eine Entscheidung getroffen. Sie haben das auf sich genommen. Die Verletzten aber sind nicht durch Kriegshandlungen gestorben, sondern durch einen feigen, hinterrücks verübten Mord. Ist diesen Mördern denn nichts heilig? Wir kennen die Antwort bereits.

Was wir nicht kennen, sind ihre Namen und ihre Gesichter. Wir müssen allen Menschen in der Ukraine die Hand reichen, im Westen, im Osten, auf der Krim. Ein Volk, eine Ukraine. Doch wir müssen die Mörder zur Strecke bringen.

Jeder Ukrainer tut alles was er kann. Ich will drei Dinge: den Geist der Revolution hochhalten, die Verantwortlichen vor Gericht sehen, die Ukraine zu einem blühenden Land aufbauen. Ich bin kein Soldat, ich bin kein Politiker, ich bin kein Firmenbesitzer.

Ich bin ein Sänger. Ich habe nur mein Herz, meinen Verstand und meine Stimme. Diese will ich einsetzen um euch alle zu erreichen. Um den Traum einer schönen Ukraine zu erreichen.

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