22 Листопада я прилетів на Майдан.

Всього поміняв десь 20 квартир.

Останні 4 неділі живу на Майдані, з дуже хорошими бойовими людьми які мене захистили від нехороших людей.

Прийняли нормально, получив своє місце і скоро вжився.

Ми всі спимо на землі і їмо домашні консерви, про які в Європі тільки мріявю

Нас приблизно 20 унікатів з різними талантами але однією мрією

Моя Мрія нова Україна, останні 20 Місяців я працював день і ніч щоб пару днів назад сісти в крісло Хряка.

Але це тільки одна зупинка на довгому шляху до нової України..

Я не можу заснути бо знову маю план плюс Чірік свистить носом, плюс всі кашляють.

Це результат газів на Грушевського і палених шин. Генерал і Маша послали на флюрографію. Але я занятий…у мене є план..

Cлава Україні і вічно живим Героям!

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Kölner Stadtanzeiger: http://www.ksta.de/koeln/–revolution-ukraine–koelner-student-schreibt-hymne,15187530,26307144.html

Liebe Freunde, damit meine Worte nicht als Propaganda missverstanden werden, hier eine Zusammenfassung der internationalen Kommentatoren über den heutigen Tag auf der Krim:

Die angesehene ARD Journalistin Birgit Schweitzner grad über Twitter:

"Хуйлоs Aktion heute wirkt weit über die #Ukraine hinaus. Das wird die internationale Weltordnung, wie wir sie kennen, verändern."

Der österr. Politikwissenschafter Gerhard Mangott grad über Twitter:

Erleben in diesen Tagen Epochenbruch, markante Zäsur im internationalen System. Die Ordnung nach 1991, die keine stabile war, geht zu Ende.

Schwedischer Außenminister Carl Bildt: Worst European crisis since a long time back. We need a strong EU in an unstable Europe.

Und hier drei kleine Gerüchte, die zeigen, wie schwer es in der nächsten Zeit wird:

1. Maidan-Fernsehjournalisten (Hromadtse TV) berichten, dass ukrainische Journos davon abgehalten werden, auf die Krim zu fahren.

2. Maidan You-Tube channels werden in Russland geblockt

3. Erste Schüsse in Simferopol, Krim.

Doch wir werden die Wahrheit nicht erfahren, weil der kleine Zar nicht will, dass wir ihm beim Krieg zuschauen.

Und jetzt mein Kommentar zu diesem Tag: Ich hab euch vor 10 Tagen gesagt, dass der Krieg nach Europa kommt, wenn Europa nichts tut. Jetzt ist er da. Vielleicht ist er noch "kalt", vielleicht schon "heiss". Aber er ist da.

Wir haben schon unsere Gedenktage, die wir nie mehr vergessen werden. Jetzt könnt ihr euch auch einen mit Rot im Kalender anstreichen: der 1. März 2014 ist der Tag, an dem euer Gefühl von Frieden aufgehört hat zu existieren. Der kalte Krieg ist zurück. Wir sind mittendrin. Ihr auch.

 

Russisch: ja! Russisches Imperium: Nein!

Ihr wisst ja, ich bin aus Lviv, Lemberg, die Stadt im Westen. Man sagt über uns, dass wir zusammenhalten wie sonst niemand. Das ist wohl wahr. Aber wir grenzen uns nicht ab. Gerade jetzt läuft eine Kampagne, in Lviv russisch zu sprechen, um unseren Mitbürgern aus dem mehrheitlich russisch-sprachigen Osten des Landes zu zeigen, dass wir alle ein Volk sind und die gleichen Rechte haben sollen.

Am Maidan gibt es nicht die Unterscheidung zwischen Ukranischem und Russischem Ukrainer. Sondern nur zwischen: da und nicht da. Aus diesem Selbstverständnis heraus spreche ich zu dem Zaren von Moskau: wenn ihr uns angreift, schlagen wir zurück! Wir haben genug von euren imperialen Wünschen. Wir haben genug von Russland (dem Staat, nicht den Menschen).

Seht ihr, was hier passiert? Zuerst unterstützt der Kreml Janukowitsch und seine kriminellen Freunde. Dann sperren sie ihre Grenzen für unsere Waren, dann ziehen sie zugesagte Kredite zurück, heute sagt Gazprom, dass sie wahrscheinlich den „Rabatt“ für die Gaslieferungen streichen werden. Хуйло verlegt 150.000 Soldaten an unsere Grenze. Seit Wochen und Monaten tobt ein Propaganda-Krieg in russischen Medien. Die Russen werden verarscht und belogen. Nicht nur zum Thema Ukraine. Und jetzt besetzen russische Soldaten die Krim. Damit hat der Krieg begonnen.

Erkennt ihr, was ihr hier seht? Wir haben Putin mit seiner Eurasischen Union in die Suppe gespuckt. Putin ist böse auf uns. Er will die Ukraine zerstören. Ein ungleicher Kampf? Ja, denn wir haben keine Chance gegen Russland. Allerdings hatten wir auch keine Chance gegen Janukowitsch. Und wir wissen, wie das geendet hat.

Handelt ihr, nach dem was ihr erkennt? Liebes russisches Volk. Ihr habt jetzt eigentlich keine Ausrede mehr. Wenn wir duldsamen Ukrainer es geschafft haben, sich aus der Diktatur zu befreien, dann könnt ihr das auch. Es gibt genug Reifen in Russland und der rote Platz ist groß genug für ein reinigendes Feuer. Wenn ihr jetzt nicht aufsteht, dann habt ihr es nicht besser verdient. Wo bleibt ihr also? Wollt ihr eure Söhne in den Krieg gegen die Ukraine schicken? Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir haben nichts zu verlieren. Denn wir haben schon gewonnen, worauf ihr noch wartet: unsere Freiheit, unsere Selbstachtung und unsere Ehre. Das kann uns niemand nehmen. Nicht mal Zar Putin.

I have a dream: Eine schöne Ukraine

Ich glaube, dass wir kollektiv den Schock der letzten Wochen beiseite schieben, weil das Erlebte einfach zu schrecklich war. Ich hab gestern einen Bericht gelesen, der mich die halbe Nacht nicht schlafen ließ, der diesen Schock geweckt hat. Ein Filmemacher hat vergangenen Dienstag im Gewerkschaftshaus gefilmt, als das Gebäude brannte. Er erzählt, dass in einem oberen Stockwerk die Verletzten lagen. Dann kamen die Berkut, sie sperrten das Gebäude ab, sie legten Feuer und dann zogen sie sich zurück. Der Filmemacher ist eines der Opfer dieses Schocks. In seinem Bericht schämt er sich, dass er sich nicht getraut hat, durch die Flammen hindurch die Verletzten zu retten. Dafür kam er am nächsten Tag wieder und fotografierte die verkohlten Leichen. Es waren diese Bilder, die mich schockiert haben.

Die Verteidiger, die beim Sturm erschossen wurden, die hatten eine Entscheidung getroffen. Sie haben das auf sich genommen. Die Verletzten aber sind nicht durch Kriegshandlungen gestorben, sondern durch einen feigen, hinterrücks verübten Mord. Ist diesen Mördern denn nichts heilig? Wir kennen die Antwort bereits.

Was wir nicht kennen, sind ihre Namen und ihre Gesichter. Wir müssen allen Menschen in der Ukraine die Hand reichen, im Westen, im Osten, auf der Krim. Ein Volk, eine Ukraine. Doch wir müssen die Mörder zur Strecke bringen.

Jeder Ukrainer tut alles was er kann. Ich will drei Dinge: den Geist der Revolution hochhalten, die Verantwortlichen vor Gericht sehen, die Ukraine zu einem blühenden Land aufbauen. Ich bin kein Soldat, ich bin kein Politiker, ich bin kein Firmenbesitzer.

Ich bin ein Sänger. Ich habe nur mein Herz, meinen Verstand und meine Stimme. Diese will ich einsetzen um euch alle zu erreichen. Um den Traum einer schönen Ukraine zu erreichen.

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Chroniken der Revolution

Unser Kampf beginnt erst jetzt. Und es liegt nun an uns, ob wir uns der Himmlischen Hundert würdig erweisen. Wem es schlecht geht und nichts tut, der ist nur dumm. Wem es gut geht und nichts tut ist hingegen böse.

Wir sind nicht die ersten Menschen, die in dieser Situation sind. Martin Luther King hat eigentlich schon alles dazu gesagt. Zum Beispiel, woher der Maidan kommt:

„Ein Aufruhr ist die Sprache der Ungehörten.“ Und „So lange der Geist versklavt ist, kann der Körper nie frei sein.“

Und auch, warum es so lange gedauert und so viel Leben gekostet hat: “Wir wissen aus schmerzlicher Erfahrung, dass der Unterdrücker nie freiwillig Freiheit gewährt; sie muss von den Unterdrückten eingefordert werden“

Und: „Am Ende werden wir uns nicht an die Worte unserer Feinde erinnern, sondern an das Schweigen unserer Freunde.“ Denn: „Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen!“

Es geht also darum, jene aufzurütteln, die wir erreichen können. Denn wir haben noch nichts erreicht. Es sitzen noch immer die gleichen Politiker im gleichen Parlament. Wir dürfen sie nicht vergessen lassen, dass der Maidan ihnen die Macht verliehen hat, Gesetzte zu machen. Noch vor einer Woche waren sie machtlose Marionetten. Erst das Sterben auf der Institutskaya hat sie mächtig gemacht. Und es muss der Maidan sein, der sie daran erinnert. Denn sie werden es vergessen.

Dies ist meine Aufgabe. Ich schreie es in die Welt hinaus. Es geht auch weiterhin darum, unsere Freunde in Europa wach zu halten. Wieder King: „Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.“

Zum Abschluss zitiert euer Artisto Extremisto:

“Es ist nicht die Frage ob wir Extremisten sein wollen, sondern vielmehr, Extremisten welcher Art. Wollen wir Extremisten für den Hass oder für die Liebe sein?“

Extremisto ist bereit für den Überfall auf das Haus des Präsidenten: :LIVE KONZERT AUS DEM HAUS VON EXPRESIDENT

Ростислав Хитряк в хонці Януковича співає свої пісні…

 

In Köln wird die United Ukrainian World Organisation gegründet:

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Все по плану. #euromaidan#євромайдан#евромайдан

До 200-ї річниці народження Кобзаря Нація виконає Заповіт

Як ШЕВЧЕНКО заповів ми кайдани порвемо

Правду й водю в своїй хаті разом ми відстоїмо

Marcell/Cаша/Аліна

Маестро/Надя/Андрій

Макс/Віночки/ Спільно ТВ Галина

Богдана/КПІ/ Влад

Остання Барикада

Nostardamiko Style

 

Über den Verlust

Gestern nacht hat EuromaidanPR über Twitter die Namen, Fotos, Geburts- und Sterbetage der Opfer veröffenlicht und dazu geschrieben: “Er starb heute am Euromaidan. Er war jung und mutig.”

 

Ich habe geantwortet und geschrieben: “Ich trauere um dich, Nazar. I mourn you, Nazar.” Dann beim nächsten: “Ich trauere um dich Vyacheslav. I mourne you Vyacheslav.” Dann beim nächsten: “ich trauere um dich Oleksandr. I mourne you, Oleksandr.”

Nach 25 Antworten konnte ich nicht mehr. Mein Freund Max, der bei unserem Videodreh so viel organisiert hat, wurde am Dienstag im Park von einer Granate am Bein verletzt. Er wurde operiert und, so krass, ist schon wieder voll aktiv.

Wann werden wir begreifen, wie viel wir gestern verloren haben? Wie sollen wir so weiter unter einem Massenmörder leben? Ich denke nicht an Rache. Ich denke an die Befreiung. Denn erst dann werden wir angemessen trauern können.

 

 

19.02.2013

Ich schreibe euch nicht wie ein Journalist, mit kühlen Worten und klaren Analysen. Denn es geht hier nicht um eine Eskalation, um einen Bruch der Waffenruhe oder um erneut auflammende Kämpfe. Es geht hier um den Mord an meinem Volk. Es ist keine Eskalation, wenn bezahlte Schläger mit Schusswaffen versorgt werden und unter anderem einen Journalisten kaltblütig totschiessen. Es ist kein Bruch einer Waffenruhe, wenn dieselben Schläger in einer Nacht 30 Ambulanzen zerstören, damit diese die Verwundeten nicht mehr zum Krankenhaus bringen können. Es sind keine aufflammenden Kämpfe, wenn wir diese Nachricht aus dem Maidan-Krankenhaus bekommen: „Alle Ärzte und das Personal weinen. Bullen haben die Lebenserhaltungs-Systeme abgeschalten von all den Patienten, die wir gestern Nacht operiert haben. Sie haben sie wie Vieh in ihre Busse geworfen und sie irgendwohin verschleppt und gesagt: Es gibt kein rotes Kreuz, kein heiliges Kreuz für diesen Abfall.“

 

Und jetzt meine Botschaft: Der Maidan hat eine weitere Nacht überlebt. Diese Ukrainer sind das krasseste Volk, das ich kenne. Stell dir vor, eine Übermacht an Bösen mit allen Waffen dieser Welt kreisen dich ein, schießen auf dich, prügeln dich, verbrennen dich. Und du rennst nicht weg. Du bleibst dort. Du harrst aus. Du singst und betest. Und noch mehr, die Kirchenglocken läuten unentwegt und rufen die Menschen auf zum Maidan zu kommen. Und was passiert? Sie kommen! Sie strömen zum Maidan. Es ist ihnen egal, was dort auf sie wartet, es ist ihnen egal, dass Titushki, Schlägertruppen rund um den Maidan einzelne abfangen und angreifen. Es ist ihnen egal, dass Züge, Busse, Flughäfen und Strassen gesperrt und blockiert sind. Nichts und niemand kann dieses Volk aufhalten. Niemand kann uns aufhalten. Wir sind das Volk. Wir sind eins. Diese Menschen gehen zum Maidan und sagen: ich weiß, dass ich hier sterben kann, aber ich hab sonst nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt.

 

Und eins noch: Leute, versteht bitte, was hier wirklich los ist, in allen seinen Schichten: Es gibt am Maidan jetzt 5000 oder 10000 oder 20000 Menschen. Das sind keine Terroristen, das sind keine rechten Nationalisten. Das sind Menschen wie du und ich. Um diese Menschen herum haben sich andere gefunden, die bereit sind, sie zu schützen. Mit Steinen, mit Laserpointern, mit Molotov-Cocktails und wenn es sein muss, auch mit jeder anderen Waffe, die sie von den Berkut erbeutet haben. Sie schützen die Wehrlosen. Sie machen keinen Angriff.

 

Machen wir uns nichts vor. In den letzten Wochen haben wir die Barrikaden so gut ausgebaut, doch die Berkut ist wie durch Butter durchgekommen. Wenn die Staatsmacht es auf sich nimmt, 1.000 oder 2.000 Tote zu verantworten, dann ist der Maidan in 3 Stunden weg. Dies ist kein gleicher Kampf. Wir haben nichts, womit wir angreifen können. Wir können uns nur verteidigen und unser Leben so teuer wie möglich zu verkaufen. Und das tun wir. Für unsere Freiheit. Und auch für die Freiheit all jener, die zu Hause herumsitzen und nichts tun und sich nur ärgern, das die Metro nicht fährt. Auch für die.

 

Slawa Ukraini.

Update,

was heute morgen wohl so in Kiev los ist: Waffenstillstand gestern nacht ausgehandelt * Waffenstillstand heute früh von Regierungstruppen gebrochen * 20 Spezialeinheit-Polizisten von Aktivisten gefangen genommen * Sie sagen aus, sie seinen von ihren Generälen in Stich gelassen worden * Polizei zieht sich zurück * Gerücht, dass Parlament evakuiert wird * Bezahlte Schlägertruppen Titushki angeblich in Panik, weil Polizeischutz sie verlassen hat * Gerüchte, dass Verkehrspolizei sich aus der Innenstadt zurück zieht. * Das schürt die Angst unter den pro-Maidan Twitterern, dass ein Armee-Schlag unmittelbar bevorsteht

 

Leute, was sich jetzt gerade am Maidan abspielt. Wir werden abgeschossen. Wer den Maidan verlässt wird abgeschossen. Unsere Menschen werden abgeschossen. Ich habe alle Worte schon zuvor verbraucht. Für das jetzt gibt es keine mehr.

Rosyslav

 

20.01.2013 12 Uhr

Du wirst hier verrückt. Paralleluniversen. Ich hasse sie. Ich sitze hier, ich checke die Infos die verbreitet werden. Ich mache Interviews, ich versende Aufrufe, ich sehe alle live-cams, ich telefoniere ständig mit meinen Leuten, wem geht es gut, wer wird vermisst. Es gibt nichts mehr außer dem Maidan. Es ist der totale Tunnelblick. Mein Universum fokussiert sich auf diesen einenOrt zu dieser einen Zeit. Und dann sehe ich aus den Augenwinkeln, die verkackten Хуйло-Festspiele in Sochi gehen weiter! Die österreichische Zeitung spricht nach einem Fussballspiel von Bayern München von einem Spieler als guten Distanzschützen.

 

Mann, gute Distanzschützen haben die hier auch. Am Dach des Hotel Ukraine. Es gibt Fotos die zeigen, wie schusssichere durchbohrt sind. Westen wie auch ich sie wochenlang getrage habe. Wisst ihr, dass das keine normale Munition und keine normalen Polizisten können?

Paralleluniversen. Wieso läuft die Welt einfach so weiter, während die Ukraine brennt? Weil sie es kann.

Und wie ihr seht. Ich habe meine Sprache wieder gefunden. Das ist meine Waffe. Und ich werde sie nutzen bis wir gewonnen haben. Bis die Ukraine frei ist.

 

Slawa Ukraini

 

Rostyslav

Hey Leute,

 

es ist wieder nur ein Gerücht, aber es wird geflüstert, dass um 14:30 Ortszeit (also 13:30 bei euch) der Ausnahmezustand verhängt wird. Das kann bedeuten, dass Internet und Telefon abgeschaltet wird. Wenn ihr also eine Zeit lang nichts von mir hört, dann liegt das daran…

 

Rostyslav

 

Jetzt wird der ausnahmezustand verhängt.

ihr koennt dann vielleicht nicht mehr sehen, was passiert.

wir kämpfen bis zum letzten

schaut nicht tatenlos zu.

Rostyslav….

 

Weit von Maidan werden die Menschen auf offnener strasse erschossen!!!

Handyverbindung geht nicht mehr…

Gleich geht hier das Licht aus

Und dann werden wir alle erschossen…

Deutschland geh auf die Strasse, und zwinge Angela Merkel uns zu helfen.

Macht was !!!!!! Jetzt !!!!!!

 

36 Stunden in der Hölle

Das erste zuerst: ich bin nicht am Maidan. Wäre ich dort, könnte ich euch nicht schreiben. Ich würde stattdessen beschossen werden. Da ich in letzter Minute da raus geholt wurde kann ich sprechen, wo meine Landsleute am Maidan nicht sprechen können.

Es ist die Nacht vom Sonntag auf Montag, 4 Uhr um genau zu sein. Das sind sechs Stunden, bevor das Schlachten begonnen hat. Wir stehen auf den Barrikaden auf der Hruschevkoho Strasse. Das ist jene, die ihr in unzähligen Fotos in den letzten Wochen gesehen habt. Es hat verschiedene Verteidigungslinien über 70 Meter hinweg. Wir sind grad dabei, unseren Dreh für ein Musikvideo zu beenden. Ja ich weiß, das hört sich verrückt an. Ich hab diesen Song geschrieben, „Revolution Ukraine“, der wurde zu einer Hymne auf dem Maidan. Es ist ein Song über die Befreiung von unseren Unterdrückern.

Ich hatte gespürt, dass der Maidan kurz vor dem Fall stehen könnte. Ich fühlte, dass wir diesen Moment in dieser Zeit auf Video festhalten müssten. Wisst ihr, dieser Song ist nicht nur das. In der Nacht, als die Spezialeinheit Berkut den Sturm durchführte, als der Maidan brannte und die Wahnsinnigen mit richtigen Granaten auf die Unbewaffneten warfen, da wurde der Song gespielt. Die Menschen sagen mir ständig, dass dieses Lied ihnen Kraft gibt in den Momenten, wo sie verzweifelt sind. Das ist nicht mein Verdienst. Der Song hat mittlerweile ein Eigenleben bekommen.

Wir beenden also den Dreh auf der Hrushchevskoho. Da gibt es ein Piano auf einer erhöhten Barrikade, direkt in der Schusslinie der Polizei. Und es gibt diesen Typen, wir nennen ihn Piano Forte der oft dort oben vermummt sitzt und klassische Musik spielt. Er ist Teil des Videos. Seit zwei Stunden sitzt er dort oben, in der Nacht, in der Sichtweite der Polizisten und übt den Song. Dann filmen wir. Unseren letzten Take.

Der Kommandant einer Maidan-Selbstverteidungsgruppe beschützt uns dort. Ich werde nicht seinen Namen nennen oder ihn beschreiben. Denn meines Wissens nach ist er noch am Leben. Er ist einer der mutigsten Menschen, die ich kenne. Auch er hat gespürt, dass es am Morgen zum Blutvergiessen kommen wird. Aber er hat uns dennoch in der Nacht zur Barrikade geführt und auf unser Filmteam aufgepasst. Das aus jungen Leuten besteht, kaum über 20 Jahre alt. Die ihr Leben riskieren für ein Video. Um es der Welt zu zeigen. Um unsere Stärke zu zeigen.

Nach dem Dreh führt uns der Kommandant an einen sicheren Ort, den es jetzt nicht mehr gibt. Dort sind 18 Männer und Frauen, ganz normale Leute. Wir gehen schlafen. Um 8 stehen die Männer auf. Sie ziehen sich zwei Hosen an, Schutzsachen für Schienbein, Ellenbogen und Knie. Sie haben schutzsichere Westen aus Metallplatten, sie haben Helme, Gasmasken. Sie haben low-tech Waffen wie kleine Äxte und Schlagstöcke.

Sie machen Spass untereinander, als wäre das ein Ferienlager. Sie werden jetzt den sicheren Ort verlassen und versuchen, die unbewaffneten Protestierenden vor den Spezialeinheiten der Polizei zu schützen. Der Kommandant befiehlt mir, hier zu bleiben. Während viele Maidaner Masken tragen bin ich nur allzusichtbar. Besonders nach dem Stunt von letzter Nacht, den die Helden von Spilno TV mittels einer Dachkamera live übertragen haben. Ich hab schon die letzten Wochen eine schusssichere Weste getragen und hatte einen ständigen Begleitschutz. Ein General, der mich beschuetzt, ist sich sicher, dass sie meinen Kopf wollen. Man denke nur, ich bin doch nur ein Rapper mit einem Song.

Ich werde euch nicht sagen, was jetzt am Maidan passiert, denn ich bin nicht dort. Aber ich sage euch, was ich in meinen Männern gesehen habe. Zu einem gewissen Zeitpunkt kamen sie zurück zum sicheren ort. Zuerst ein paar, dann noch mehr. Drei waren noch vermisst. Sie waren völlig fertig und durcheinander. Sie waren umzingelt von den Spezialeinheiten und sind durchgebrochen um sich neu zu gruppieren. Sie sind durch Kalaschnikow-Feuer durchgebrochen.

Sie haben nicht viel Zeit zum erzählen, aber du konntest es in ihren Augen sehen. Der Kommandant war vollkommen bleich. Dies ist ein Mann von 45 Jahren, der eine Truppe leitet, der verdammt viel in seinem Leben gesehen hat. Ich dachte, dass ihn nichts umwerfen könne. Doch als er nach 8 Stunden des Kampfes zurückkam, dachte ich, ich schaue dem Tod in die Augen. Den Horror, den er an diesem Tage gesehen haben muss. Die unmöglichkeit jene zu schützen, die er verteidigen sollte. Das hätte schwächere Menschen brechen können. Aber der Kommandant hat keine Zeit zum brechen. Er macht sich bereit um wieder zu kämpfen.

Sie haben mich dann auf die Strasse raus gebracht. Gerade rechtzeitig. Gerade rechtzeitig. Ich musste mich zwingen, nicht zu laufen. Geh langsam. Keine Aufmerksamkeit erregen. Die deutsche Botschaft hat mich abgewiesen, obwohl ich in Köln lebe und eine Aufenthaltsgenehmigung besitze. Der Botschaftspolizist, netter Typ, aber er hat doch echt gesagt, dass es wohl nicht so schlimm wird. Die Botschaft ist 500 Meter vom Maidan. 500 Meter weg von der Hölle und du bist schon „disconnected“.

Deswegen erzähle ich meine Story. Denn egal was ihr in den Nachrichten lest, es ist „disconnected“. Es ist nicht das ganze Bild. Vielleicht kann man das Grauen nur ganz verstehen, wenn man irgendwie drin ist. Mit diesen Texten will ich den Maidan in zu euch „rein“ bringen.

Rostyslav

 

 

 

 

An euch alle, ich brauche euch jetzt!

Bitte bitte teilt diesen Post. Verschickt ihn per Email an alle die ihr kennt. Kiew ist in der Hoelle. Es ist so viel schlimmer, als ihr es in deutschen Medien jetzt lesen koennt.

 

18 der besten Maenner der Ukraine haben mich heute davor beschuetzt, in das Massaker am Maidan zu geraten. Heute Nacht haben 20.000 Menschen am Maidan das Revolutionslied gehoert, dass ich geschrieben habe. Ich bin ein Ukrainer aus Koeln. Ich lebe in Deutschland, ich lebe in der EU.

 

Dieser Appell ist unser Nachruf.

 

Ich bin im Moment in Sicherheit. Doch ich stelle mich an jeden Ort in Kiew und spreche das in eine Kamera, wenn sich eine auftreiben laesst. Wir muessen EUCH aufruetteln. Ich komme ja aus Koeln. Wir muessen UNS aufruetteln. Bitte verteilt das.

 

Euer Rostyslav

 

Ground Zero Europe – der Krieg wird zu euch kommen

 

Das der Maidan heute zu einem Schlachthaus wurde, ist nicht die Schuld von Yanukovich und Putin. Denn die handeln so, wie sie muessen. Wer das Recht mit Gewalt und Korruption durchsetzen muss, kann nur korrupt und gewalttaetig sein.

 

Nein, an den Dutzenden Maennern, Frauen, Grossvaetern und Grossmuettern, deren Koerper heute am Maidan zerfetzt wurden ist die EU schuld. Denn sie hat bei der Ukraine an die europaeischen Werte appelliert und mit Unterstuetzung gewunken. Doch als die Buerger unseres Landes sich auf dem Maidan fuer diese Werte haben hinrichten lassen, war Europa nur concerned und shocked.

 

Nuland hat recht: Fuck the EU. Ihr habt uns auf dem diplomatischen Schachspiel als Bauernopfer benutzt und den Schwanz eingezogen, als es darauf ankam, die europaeischen Werte zu verteidigen.

 

Wir Ukrainer klagen euch an fuer die Toten auf den Strassen von Kiew.

 

Wir Ukrainer klagen euch an, unsere Hilfeschreie und unsere Gebete zu ignorieren.

 

Wir Ukrainer klagen Sie an, Frau Merkel, fuer jeden einzelnen Toten, den Sie haetten verhindern koennen.

 

Wo sind eure Werte? Ihr habt keine mehr, denn ihr seid nicht faehig, sie vor eurer Haustuer zu verteidigen.

 

Der Maidan ist ein Flaechenbrand. Kairo, Istanbul, Sarajewo, Kiew. Seht ihr, wie er naeher kommt?

 

Es gibt diesen Spruch: Stell dir vor, es gibt Krieg, und keiner geht hin. Dann kommt der Krieg zu euch.

 

Der mag so vielleicht nicht ausgesprochen worden sein. Doch hier trifft er zu: Ihr seid nicht hingegangen, der Krieg wird zu euch kommen.

 

Slawa Ukraini

 

Wir kaempfen hier auch fuer euch.

Wir werden wie bei Safari abgeschossen.

Man verbrennt uns mit den Flammenwerfern.

Zuendet Deutschland an, lasst die Reifen brennen , zwingt die Angela zu radikalen Sanktionen gegen die ukrainischen Machthabern

Wacht auf und helft uns heute,

damit wir euch morgen helfen.

 

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Dreh mit der 39. Frauen Hundert: Priester, Valentina, Swetlana, Milana

Nach dem Dreh habe ich Milana nach ihrem Namen gefragt, als ob ich gewusst hätte, dass sie mich später braucht.

 

Gottesdienst Lutherkirche Köln: Geplant ist ein Gespräch mit dem Kölner Künstler Rostyslav Patrek))))) die Liste der Nachnamen wird laenger, das ist schon der vierte)), der ukrainische Wurzeln hat und seit November auf dem Maidan gegen die menschenunwürdigen Zustände demonstriert. Patrek hat einen Rap geschrieben, der sich rasch zur Hymne der Revolution entwickelt hat.

http://www.meinesuedstadt.de/solidarit%C3%A4ts-gottesdienst-f%C3%BCr-die-ukraine

 

 Grüße zum Valentinstag: 

 

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Auf der Hauptbarikade des Landes bestellen die Polizisten staendig unsere Hymne Revolution Ukraine. Sie wollen es auswaendig lernen))) Dann wird neues video gedreht))) wawawiwa

На Грушевського МВС постійно замовля Revolution Ukraine. Нормальні пацани, хочуть вивчити текст)

Скоро записуєм новий кліп разом))))

Слава Україні!

 

 

 Ruslana-Remix: 

 

 (Юлія Бабич):

Вдома! Все добре! Весна! "Ще не вмерла Україна" від Egoisto Artisto на Грушевського! Укріплення барикад на Майдані! І посмішки-посмішки-посмішки!!! Так класно бути вдома!

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Duoble Extremisto:
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